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| Im Dax legen die meisten Aktien ebenfalls zu: Deutsche Bank und Commerzbank erholten sich mit einem Plus von 1,2 Prozent und 0,8 Prozent von den heftigen Kursverlusten der vergangenen Woche. Münchener Rück, für die sich ebenfalls der arabische Fonds interessieren soll, klettern um 2,4 Prozent. Rentenmärkte tendieren uneinheitlich Der deutsche Rentenmarkt tendiert am Montag uneinheitlich. Der für den Anleihemarkt richtungweisende Euro-Bund-Future sinkt um vier Basispunkte auf 112,47 Prozent, der Bobl-Future gewinnt dagegen drei Basispunkte auf 107,18 Prozent. Die HSH Nordbank rechnet am Montag mit weiteren Kursgewinnen am Anleihenmarkt. Nachdem über das Wochenende der Konkurs des amerikanischen Hypothekenfinanzierers Homebanc bekannt geworden sei, werde die Angst vor einer Ausweitung der Finanzkrise weiter anhalten, hieß es seitens der HSH Nordbank. Die anstehenden amerikanischen Einzelhandelsumsätze zögen daher tendenziell weniger Interesse auf sich. Das Umfeld spreche für einen weiteren Anstieg des Bund-Future. Die Tagesspanne des Future geben die Experten von 112,42 bis 113,27 Punkten an. Die Commerzbank gibt unterdessen mit 112,26 bis 112,67 Punkten eine deutlich tiefer liegende Spanne für den Future an. Die Sicherung der Liquidität an den Geldmärkten seitens der Notenbanken könnte die Aktienmärkte stabilisieren und die „Flucht in die Qualität“ der Rentenpapiere abebben lassen, begründen die Experten ihre Einschätzung. Die Spannungen an den Geldmärkten seien angesichts des Hortens von Liquidität ein Mengenproblem und nicht ein Problem des Preises für Liquidität. Leitzinssenkungen der Notenbankem seien daher weder angemessen noch wahrscheinlich. Euro weiter unter 1,37 Dollar Der Kurs des Euro hat am Montagmorgen weiterhin unter der Marke von 1,37 Dollar notiert. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete im frühen Handel 1,3690 Dollar und damit in etwa so viel wie zum Ausklang der vergangenen Woche. Ein Dollar war am Montag 0,7305 Euro wert. An den Finanzmärkten stehe zu Beginn der Woche erneut die amerikanischen Hypothekenkrise und ihre weltweiten Auswirkungen im Blickpunkt, sagten Analysten. Fundamentaldaten wie die zahlreichen in der laufenden Woche anstehenden amerikanischen Konjunkturdaten würden daher etwas in den Hintergrund gedrängt. In den Vereinigten Staaten stehen am Montag die Einzelhandelsumsätze für Juli und die Lagerbestände für Juni zur Veröffentlichung an. Aus der Eurozone werden keine marktbewegenden Daten erwartet. Erleichterung an Märkten in Fernost nach Geldspritzen Die Aktienmärkte in Fernost haben nach den massiven Geldspritzen der Zentralbanken rund um den Globus am Montag vorsichtig zum Erholungskurs angesetzt. Händler sagten, die Hilfen für das Bankensystem als Folge der amerikanischen Hypothekenkrise hätten für Erleichterung gesorgt. Die Bank von Japan pumpte am Montag erneut umgerechnet 5,1 Milliarden Dollar in das System. Insgesamt hatten die Zentralbanken Ende der vergangenen Woche rund 300 Milliarden Dollar locker gemacht, um eine weltweite Kreditkrise zu verhindern. Die Aktienmärkte hatten zunächst mit weiteren Verlusten reagiert, aus Angst, die Krise sei schlimmer als angenommen. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index mit einem Plus von 0,21 Prozent bei 16.800 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index gab indes um 0,08 Prozent nach auf 1632 Zähler. „Die Zentralbanken wollen der Sache ganz klar auf den Grund gehen. Wenn wir keine weiteren schlechten Nachrichten bekommen, denke ich, wird sich die Sache schnell beruhigen“, sagte Craig James, Chef-Volkswirt bei Commsec in Australien. Insbesondere exportorientierte Werte, die vorige Woche ganz oben auf den Verkaufszetteln der Händler standen, waren in Tokio gefragt: Titel des Elektronikkonzerns Kyocera legten knapp drei Prozent zu. Die Papiere des Reifenherstellers Bridgestone verteuerten sich um 2,5 Prozent. Die schwächer als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten aus Japan zum Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal fanden bei den Investoren indes kaum Beachtung. Das Hauptaugenmerk richte sich auf die Auslandsmärkte, sagte Stratege Tsuyoshi Segawa von Shinko Securities. An den Aktienmärkten in Südkorea, Hongkong Taiwan und Singapur zeichnete sich keine einheitliche Tendenz ab. Der Preis für ein Barrel amerikanischen Leichtöl verteuerte sich um 22 Cent auf 71,69 Dollar. Vergangene Woche war der Preis um mehr als fünf Prozent gesunken. Aktien in Hongkong zeigen sich kaum verändert Kaum verändert tendieren die Aktienkurse am Montagmittag (Ortszeit) in Hongkong. Zum Ende der ersten Sitzungshälfte verliert der Hang-Seng-Index (Hang Seng-Index) sieben Punkte auf 21.786. Im frühen Handel war der Index in einer technischen Erholung zunächst auf 21.940 Punkte gestiegen. Das Tagestief lag bisher bei 21.692 Punkten. Der Markt werde nach wie vor von der Krise des amerikanischen Hypothekenmarkts beherrscht, sagen Händler. Auch die weltweiten Liquiditätsengpässe lasteten auf der Stimmung. Unter den Blue Chips verzeichnen Yue Yuen den höchsten Kursgewinn. Die Titel steigen um 1,3 Prozent auf 24,30 Hongkong-Dollar, nachdem das Unternehmen für Juli eine Steigerung des operativen Umsatzes von 14 Prozent gemeldet hat. China Mobile gewinnen 0,8 Prozent auf 85,35 Hongkong-Dollar. Das Unternehmen wird am Donnerstag Halbjahrszahlen vorlegen. HSBC verlieren dagegen 0,8 Prozent auf 140,90 Hongkong-Dollar. Nachbörsliche Meldungen aus Amerika Die amerikanischen Börsen haben am Freitag nach Ende des offiziellen Handels zugelegt. Der Nasdaq-100 After Hours Indicator gewann 0,34 Prozent auf 1.937,88 Zähler. Die Aktien von Genworth Financial sind am Freitag im nachbörslichen Handel unter Druck geraten. Ein Vertreter des Unternehmens hatte zu Dow Jones Newswires gesagt, Genworth wolle in Mexiko in das Geschäft mit Hypothekenversicherungen einsteigen. Man warte nur noch auf die Genehmigung der zuständigen Behörde. Die Genworth-Aktien verloren bis 19.31 Uhr Ortszeit 3,4 Prozent auf 27,18 Dollar. Wall Street droht wegen Kreditkrise wohl mehr Ungemach Die ausgewachsene Kreditkrise in den Vereinigten Staaten dürfte der Wall Street auch in dieser Woche eine Berg- und Talfahrt bescheren. Schon die kleinsten Anzeichen dafür, dass weitere Unternehmen betroffen sind und möglicherweise um ihre Existenz fürchten müssen, werde die Aktienmärkte nach unten ziehen, sind sich Experten einig. Die Frage sei nur, ob die amerikanischen Notenbank (Fed) den Dingen ihren Lauf lasse oder als Retter einspringe, meint etwa Chip Hanlon, Präsident von Delta Global Advisors. Für ihn sei letzteres wahrscheinlicher. Wie andere Zentralbanken rund um den Globus hatte die Fed in der vergangenen Woche zu milliardenschweren Liquiditätsspritzen gegriffen, um den Markt zu stabilisieren. Allein am Freitag pumpte sie 38 Milliarden Dollar in das Bankensystem - so viel wie noch nie an einem Tag seit kurz nach den Anschlägen vom 11. September 2001. Insgesamt versorgte die Zentralbank die Institute in der abgelaufenen Woche mit 87,5 Milliarden Dollar nach 50,25 Milliarden Dollar in der Woche davor. Auch Markt-Stratege Joseph Quinlan von Banc of America Capital Management hält weitere Liquiditätsspritzen für möglich, sollte sich die Lage nicht entspannen. „Die Fed hat bereits gezeigt, dass sie das tut, wenn es sein muss.“ Trotz der teilweisen Verluste am Donnerstag und Freitag hatten die drei führenden Indizes die volatile Woche mit Kursgewinnen beendet: Der Leitindex Dow Jones legte auf Wochensicht 0,4 Prozent zu, der breiter gefasste S&P-500 1,4 Prozent und der Index der Technologiebörse Nasdaq 1,3 Prozent. Im bisherigen Jahresverlauf präsentiert sich der Dow sogar mehr als sechs Prozent fester. Viele Experten sehen vor diesem Hintergrund in den jüngsten Finanzspritzen auch nur eine vorübergehende Maßnahme und halten an ihrem langfristigen Ausblick für die Geldpolitik der amerikanischen Notenbanker fest. Und der ist eindeutig: Eine Zinssenkung durch die Fed sei in naher Zukunft nicht zu erwarten, heißt es. Zwar geht die Mehrheit der Primärhändler in den Vereinigten Staaten davon aus, dass der nächste Schritt der Fed eine Zinssenkung sein wird. Allerdings erwarten inzwischen nur noch wenige von ihnen, dass dies noch vor Jahresende passiert. Eine „Notfall-Senkung“ sei nicht ausgeschlossen, sagt Volkswirt Jan Hatzius von Goldman Sachs. „Wir gehen aber ganz sicher nicht fest davon aus, dass dies geschieht.“ Für die Fed dürfte in den kommenden Tagen vor allem wichtig sein, wie die Inflationsdaten ausfallen, die am Dienstag in Form der Erzeugerpreise und am Mittwoch mit den Verbraucherpreisen anstehen. Auch die am Freitag zur Veröffentlichung stehenden Daten zum Verbrauchervertrauen im August werden mit Spannung erwartet. Treasuries wenig verändert Wenig verändert haben die amerikanischen Anleihen am Freitag geschlossen. Damit schmolzen ursprünglich höhere Aufschläge ab, nachdem die amerikanischen Notenbank am Berichtstag in drei Repo-Sätzen 38 Milliarden Dollar in den Markt gepumpt hat. Dies brachte etwas Entspannung in die Aktienmärkte, die Notierungen der Treasurys gaben darauf ab. Die Nervosität wegen der Kreditkrise sei aber an den Aktienmärkten weiterhin präsent, hieß es. Zehnjährige Anleihen verloren 1/32 auf 100-1/32 und rentierten mit 4,78 Prozent. Der Longbond stieg um 7/32 auf 99- 28/32 und rentierte mit 5,01 Prozent. |